Kommunikation

Punktschrift

Die Punktschrift oder Brailleschrift wurde 1825 von dem Franzosen Louis Braille entwickelt. Sechs Punkte, zwei Reihen mit je drei Punkte nebeneinander, wie die Augen eines Würfels, bilden das Raster für die Punkte-Kombinationen, mit denen die Buchstaben dargestellt werden. Sie werden von hinten in das Papier gepresst, so dass sie als Erhöhung mit den Fingerspitzen abgegriffen werden können. Mit diesem Zeichensatz können unter anderem auch mathematische Formeln und Noten wiedergegeben werden. Bei der Computerschrift wird das Punktefeld um zwei Punkte erweitert.

Zum Brailleallphabet:

http://buch-patenschaft.de/buchpatenschaften/braille-lernen/braille-alphabet/

Punktschrift gibt es in vielen Sprachen, auch in Hebräisch:

http://www.braille.ch/download/psheb-d.pdf

Eine Spezialschrift ist die Blindennotenschrift:

http://www.fakoo.de/braille-music.html

Die Brailleschrift kann man probieren, es gibt einen Übersetzer:

https://www.blindeninstitut.de/de/info-sehen/braille-uebersetzer/braille-uebersetzer/

 

Kommunikation mit taubblinden Menschen

Zur Kommunikation mit taubblinden Menschen wird das Lormen genutzt. Das Lormen ist ein in die Hand „geschriebenes“ Alphabet, bei dem bestimmte Zeichen an bestimmten Stellen der Handinnenfläche verschiedene Einzelbuchstaben des Alphabets repräsentieren. Hieronymus Lorm, nach dem das Tast-Alphabet für Taubblinde benannt wurde, hat als erster im deutschen Sprachraum mit seinem Hand-Zeichen-System taubblinden Menschen den Weg zur Verständigung mit anderen eröffnet.

Lormaphabet:

http://www.taubblindenwerk.de/haeufig-gestellte-fragen/lormen/

Eine App zum Lormen lernen:

http://www.tactuel.ch/lormen-lernen-geht-bald-ueberall-unterwegs/

 

Zur Verständigung wird auch das Daktylieren eingesetzt, das Abfühlen eines Fingeralphabetes. Wenn Gehörlose mit dem Fingeralphabet aufwachsen und es in der Zeit ihrer Erblindung gut beherrschen, lassen sich die einzelnen Buchstaben taktil abfühlen:

http://www.taubblindenwerk.de/haeufig-gestellte-fragen/fingeralphabet/

Gehörlose Menschen, die später erblinden, nutzen weiterhin die taktile Gebärdensprache. Auf die gebärdenden Hände seines Gesprächspartners legt der Taubblinde seine eigenen Hände. So kann die Form und die Bewegung der Gebärden erfühlt werden:

http://bundesarbeitsgemeinschaft-taubblinden.de/?page_id=200