Blinde und sehbehinderte Menschen im GemeindelebenWie können wir unsere Kirchengemeinde, unsere Veranstaltungen und Gottesdienste für Menschen mit Seheinschränkungen einladend gestalten?

Abbildung: Titelseite Handreichung BarrierefreiheitDazu gibt es ein paar einfache und leicht umzusetzende Tipps, die Sie in unserer Broschüre – „Ich sehe dich nicht – siehst du mich?“ Sehbehinderte und blinde Menschen in unseren Gemeinden – finden können.
PDF-Datei zum Herunterladen: Handreichung Barrierefreiheit

Lesen Sie hier einige Auszüge

Damit blinde und sehbehinderte Menschen sich im Gemeindeleben engagieren können, ist Folgendes hilfreich:

  • Bitte gestalten Sie Ihren Gemeindebrief so, dass auch sehbehinderte Menschen mit Sehhilfen, Lupen oder Lesegeräten ihn lesen können. Dazu helfen eine klare große Schrift, die linksbündige Ausrichtung und ein Druck auf hellem Papier.
  • Die Gemeinde-Homepage sollte die Standards der Barrierefreiheit erfüllen.
  • Viele Betroffene freuen sich über eine persönliche Einladung zu Veranstaltungen, denn nicht alle haben einen Internetanschluss oder können den Gemeindebrief lesen.
  • Ermutigen Sie sehbehinderte und blinde Menschen in ihrer Gemeinde zur aktiven Mitarbeit, auch sie haben vielfältige Fähigkeiten und Begabungen, die das Gemeindeleben bereichern.

Den Gottesdienst gemeinsam feiern, das wird durch folgende Tipps erleichtert:

  • Gute Akustik in der Kirche und in Gemeinderäumen, eine Mikrophonanlage und eine laute, deutliche Aussprache helfen Menschen, die schlecht sehen. Sie sind verstärkt aufs Hören angewiesen.
  • Eine gute Beleuchtung ist in allen Räumlichkeiten sehr wichtig.
  • Durch klare Ansagen zum Aufstehen oder Setzen oder dem Ablauf des Abendmahls wird das Mitfeiern erleichtert. Auch die Ansage der Liednummern ist hilfreich.
  • Sie können das Gesangbuch in Sehbehindertengroßdruck oder ein Gesangbuch in Punktschrift für die Gemeinde anschaffen.
  • Liturgie- oder Liedblätter sollten im Großdruck angeboten werden. Das bedeutet eine klare Schriftart, nicht kleiner als 14 Punkt fett, schwarze Schrift auf weißem Papier.
  • Wenn Sie visuelle Elemente, Bilder oder Graphiken, einsetzen, sollten Sie diese beschreiben, so dass sie auch ohne zu sehen vorstellbar sind.

Und schließlich: Fragen Sie blinde und sehbehinderte Menschen, was diese für die Teilhabe am Gemeindeleben benötigen und sich wünschen. Für gelingende Inklusion bleibt das gegenseitige Wahrnehmen und miteinander ins Gespräch kommen das Wichtigste!