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Darstellung eines Gesichts mit geschlossenen Augen und Seeufer im Hintergrund; Schriftgrafik: Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; aber Gott sieht das Herz an. (Sam. 16,10)

Definition von Blindheit / Sehbehinderung

Wann spricht man von Sehbehinderung, wann von Blindheit?

Nach deutschem Recht ist ein Mensch sehbehindert, wenn er auf dem besser sehenden Auge selbst mit Brille oder Kontaktlinsen nicht mehr als 30 % von dem sieht, was ein Mensch mit normaler Sehkraft erkennt.

Ein Mensch ist hochgradig sehbehindert, wenn er auf dem besser sehenden Auge selbst mit Brille oder Kontaktlinsen nicht mehr als 5 % von dem sieht, was ein Mensch mit normaler Sehkraft erkennt.

Ein Mensch ist blind, wenn er auf dem besser sehenden Auge selbst mit Brille oder Kontaktlinsen nicht mehr als 2 % von dem sieht, was ein Mensch mit normaler Sehkraft erkennt.

 

Was bedeuten aber diese Festlegungen?

Die verschiedenen Augenerkrankungen wirken sich extrem unterschiedlich aus. Ein Sehrest von weniger als 5 % kann bedeuten, dass ein Mensch einen Gegenstand erst aus 5 m erkennt, den ein normal sehender Mensch bereits aus 100 m Abstand erkennt. Ein Sehrest von weniger als 5 % kann aber auch bedeuten, dass ein Mensch – wie durch einen Tunnel nur 5 % des normalen Gesichtsfeldes sieht.

Somit sehen Menschen ganz unterschiedlich und die Definition hilft nur bedingt - denn es gibt sie nicht, die Sehbehinderung, sondern nur eine Vielzahl von völlig unterschiedlichen Sehbehinderungen, die sich auch vollkommen verschieden darauf auswirken, wie und was der Betroffene noch sieht.

 

Statistik

Nimmt man die Menschen dazu, die zwar über dieser gesetzlich festgelegten Grenze liegen, aber trotz Brille oder Kontaktlinsen nur so wenig sehen, dass sie größte Schwierigkeiten im Alltag haben, kommt man auf eine Zahl von rund 1,5 Millionen Menschen mit starken Seheinschränkungen in Deutschland.

Betrachtet man die Verteilung von Sehbehinderung in einer Alterstruktur, so fällt auf, dass die Beeinträchtigungen mit dem Alter von 65 Jahren und noch einmal drastisch bei 80 Jahren ansteigen.

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Links

Mehr zu den statistischen Zahlen sowie zur Altersstruktur der Betroffenen finden Sie hier:

www.dbsv.org/infothek/zahlen-und-fakten/#c922