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Darstellung von Händen im Gras; Schriftgrafik: Du bist ein Gott, der mich sieht. (1. Mose 16,13)

- Die Kunst der Seelsorge -

Zweite Fachtagung von DeBeSS mit Prof. Dr. Anne Steinmeier in Magdeburg

Ganz im Zeichen der Orientierungshilfe des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland „Es ist normal verschieden zu sein. Inklusion leben in Kirche und Gesellschaft“ fand vom 27. - 28. Februar 2015 die zweite Fachtagung von DeBeSS statt. In Magdeburg konnte man schon inklusive Gemeinschaft erleben, da hier blinde, sehbehinderte und sehende Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam gearbeitet haben.

Zum Thema der Tagung „Seelsorge – oder was berührt die Leib-Seele“ gestalteten Frau Prof. Dr. Anne Steinmeier vom Institut für Systematische Theologie, Praktische Theologie und Religionswissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Herr Pfarrer Volker Lang, Klinikseelsorger im Zentrum für Psychiatrie Emmendingen und Supervisor DGfP zwei gefüllte Tage. Ansatz war nach Quellen für Leib und Seele zu suchen, die uns tragen, wenn Brüche das Leben erschüttern.

„Unsere leibliche Existenz bildet den Boden und den Horizont aller Bezüge zur Welt. Zu den Menschen, zu uns selbst, zu Gott“, so referierte Prof. Dr. Anne Steinmeier. „Die Zwischenleiblichkeit, die Begegnung von Mensch zu Mensch, in ihr passiert etwas, da passiert ein Drittes. Diesen Erfahrungsraum des Dritten zulassen, sich darauf einlassen, das gehört entscheidend zur Seelsorge“, so die Referentin.

Und dies erfuhren die Teilnehmenden nicht nur durch Zuhören. Wenn ich etwas tue, dann kommt mir etwas entgegen – das konnte in den gestalterischen Einheiten, im gemeinsamen Bewegen, im Tanz, beim Schreiben, im Gestalten mit Ton und in der Auseinandersetzung mit Kunstwerken erfahren werden. So begegneten sich im Magdeburg ganz verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Gaben, Haupt- und Ehrenamtliche aus den verschiedenen Landeskirchen suchten nach diesem Dritten. Und so war die Fachtagung eine große experimentelle Werkstatt, nach der die Teilnehmenden mit vielen neuen Erfahrungen und neuer Inspiration nach Hause reisten, aber auch mit Fragen, die sie weiter in ihrer Seelsorgearbeit bewegen werden.

Das Fazit von Frau Prof. Dr. Steinmeier lautete am Ende: „Eine visuelle und kognitive Kirche allein ist zu wenig. Es braucht eine gabenorientierte Seelsorge.“ Und dies konnte bei dieser inklusiven Veranstaltung schon erlebt und geübt werden.

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Hinweis

Herzliche Einladung schon jetzt zur nächsten Fachtagung im Februar 2017 in Mainz!